Workshop „Grün- und Freiflächen im Zeichen des Klimawandels“

Die Frage nach den Auswirkungen des Klimawandels ist vor allem auch eine kommunale Frage. Neben Klimaschutzmaßnahmen sollten sich die Kommunen daher auch auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Innerstädtischen Grün- und Freiflächen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

Stadtbäume, Entsiegelungen, Fassaden- und Dachbegrünungen tragen durch Verschattung, Isolierung und Verdunstungseffekte in unterschiedlichem Umfang zur Abkühlung der steigenden Oberflächen- und Lufttemperatur bei. Parks und offene Grünflächen fungieren als Kalt- und Frischluftentstehungsgebiete sorgen für eine verbesserte Luftqualität und leiten Kaltluft aus dem Umland in die Stadtzentren hinein. Stadtgrün ist jedoch nicht nur ein wirkungsvolles Instrument zur Klimawandelanpassung, sondern auch selbst vom Klimawandel betroffen. Veränderte Niederschlags- und Temperaturbedingungen sind mit Folgen für die Vegetationsperioden und die Zusammensetzung des Artenbestandes verbunden. Invasive Neophyten können in die bestehende Vegetation einwandern und die durch Hitze- und Trockenstress geschwächten heimischen Arten verdrängen.

Im Rahmen des Workshops wurden von den mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Risiken und Chancen des Klimawandels für den Erhalt und die Förderung öffentlicher Grünflächen sowie deren naturnaher Pflege diskutiert. Außerdem wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert und mit Hilfe beispielhafter Projekte aus den Kommunen veranschaulicht. 

Programm
Vorträge