Amphibienschutzprogramm Gelbbauchunke

Stadt Esslingen am Neckar

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Esslingen, Gelbbauchunke, Tümpel

Projektlaufzeit:
Nov. 2011 bis fortlaufend

Partner:
Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung J. Trautner

Förderer:
Aktionsplan Biologische Vielfalt, EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Kontakt:
Stadt Esslingen am Neckar
Grünflächenamt
Heike Reim

Link zum Projekt

Auf Grundlage des Biodiversitäts-Checks der Stadt Esslingen am Neckar wurde ein langfristiges Schutzprogramm für die Gelbbauchunke entwickelt. Ziel ist eine Wiederausdehnung der Vorkommen der landesweit stark gefährdeten Art auf der Gemarkung Esslingen. Hierfür werden jährlich neue Rohbodentümpel auf ausreichend besonnten Standorten im Schurwald angelegt.

Mithilfe des EnBW-Förderprogramms „Impulse für die Vielfalt“ fand eine Umsetzung erstmals 2011/12 statt. Hierfür wurden im Winter 2011 zunächst vorbereitende Maßnahmen, wie die Rücknahme von Gehölzen für die Herstellung einer ausreichenden Besonnung, durchgeführt. Die Anlage von insgesamt 33 Rohbodentümpeln erfolgte im April 2012 an 11 Standorten. Ein anschließendes Monitoring ermöglichte eine Erfolgskontrolle sowie Rückschlüsse für die Maßnahmenumsetzung im nächsten Jahr. So wurden insgesamt 4 Standorte von Gelbbauchunken mit einem hohen Reproduktionsumfang besiedelt. Im darauffolgenden Jahr (2012/13) wurden, aufgrund der ungünstigen Lage und zu starker Isolation durch Straßen, zwei Standorte durch zwei potenzielle Standorte ersetzt. Neue Tümpel wurden in der Regel in der näheren Umgebung der alten angelegt. Zudem wurden die Standorte im Jahr 2013/14 auf einen Standort im südlichen Bereich des Neckars ausgedehnt. Im Jahr (2014/15) wurden an zwei neuen Standorten Tümpel angelegt. 9 bereits bestehende Standorte, die sich in den vorherigen Jahren als vielversprechend für die Gelbbauchunkenpopulationen herausgestellt haben, wurden beibehalten. Insgesamt erfolgte die Anlage von 33 Tümpeln. Seit 2015/16 führt die Stadt das Amphibienschutzprogramm in Eigenregie fort und trägt die Kosten für die Umsetzung selbst. 2016 wurden 30 Tümpel auf 10 Standorten angelegt. Die Anlage von 21 Tümpeln an 7 bereits vorhandenen Standorten erfolgte im Frühjahr 2017.

So wird für die Gelbbauchunke, als Pionierart, jährlich ein kontinuierliches Laichgewässerangebot bereitgestellt. Eine Stabilisierung der Unkenbestände wurde somit erreicht.