Kommunales Artenschutzkonzept am Beispiel der Smaragdeidechse am Tuniberg

Stadt Freiburg im Breisgau

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Förderung von herausragenden Zielartenvorkommen

Projektlaufzeit:
Jan. 2010 bis fortlaufend

Partner:
Landwirtschaft, Ortsverwaltungen, Naturschutzverbände

Förderer:
Stadt Freiburg, Land Baden-Württemberg (Landschaftspflegerichtlinie)

Kontakt:
Stadt Freiburg im Breisgau
Umweltschutzamt
Dr. Harald Schaich

 

Im Mittelpunkt von Naturschutzplanungen und artenschutzorientierten Maßnahmen am südlichen Tuniberg steht die westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) gemeinsam mit anderen Zielarten des Landes Baden-Württemberg, wie dem Wiedehopf (Upupa epops) oder der Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Insbesondere die etwa zwölf Kilometer lange und fünf Kilometer breite Südkante des Tunibergs gilt als Standort mit "herausragenden Zielartenvorkommen".

Die Smaragdeidechse benötigt als Lebensraum vielseitige und kleinflächige Wechsel von Sonnen- und Deckungsplätzen. Einzig am Südende des Tunibergs und am Kaiserstuhl sind die Lebensräume für die wärme-bedürftige Reptilienart in Baden-Württemberg vorhanden. Dort verbinden sich strukturreiche Weinbergkomplexe mit Lössböschungen, Kalkfelsen, vergrasten Bereichen, offenen Bodenstellen, einzelnen Büschen, Trockenmauern und Steinriegeln mosaikartig.

Um dem natürlichen Prozess der fortschreitenden Gehölzsukzession an den Böschungen und der Ausbreitung von Neophyten entgegenzuwirken, finden jährlich umfangreiche Böschungspflegemaßnahmen, sowie Gestaltungsmaßnahmen zur Verbesserung der Habitatsstruktur statt. Die Gehölze werden hierbei "auf den Stock gesetzt" und historische Kleinstterrassen aufwändig restauriert. Mithilfe dieser Maßnahmen soll der Lebensraum der westlichen Smaragdeidechse weiterhin am Tuniberg erhalten bleiben