Erhalt der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft

Stadt Heidelberg

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Artenschutz, Kulturlandschaft

Projektlaufzeit:
Jan. 1997 bis fortlaufend

Partner:
Runder Tisch Naturschutz, Grundstücksbesitzer

Link:
www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Leben/Arte...

Kontakt:
Stadt Heidelberg
Umweltamt

Das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt, das 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet wurde, ist das weltweit umfassendste Abkommen zum Schutz der Natur und zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen. Um auf lokaler Ebene einen Beitrag zur Erfüllung der darin formulierten Verpflichtungen zu leisten, wurde in Heidelberg das Projekt „Artenschutzplan Heidelberg – Erhalt der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft“ 1997 gestartet.

Im Rahmen des Artenschutzplans hat die Stadt Heidelberg fünf Schwerpunktbereiche definiert, in denen bevorzugt Maßnahmen, die dem Erhalt und der Förderung der biologischen Vielfalt dienen, stattfinden. Die fünf Schwerpunktbereiche zeichnen sich durch eine besondere Arten- und Biotopausstattung aus. Die Dichte an geschützten Biotopen ist ausgesprochen hoch oder es kommen zahlreiche Arten der Roten Liste vor. Außerdem haben die Gebiete einen repräsentativen Charakter für die verschiedenen Naturräume Heidelbergs und der für sie typischen Arten- und Biotopausstattung. Pflege- und Fördermaßnahmen in diesen Bereichen besitzen somit eine hohe Effektivität in Bezug auf Erhalt und Förderung der biologischen Vielfalt. Der Artenschutzplan wird durch intensive Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Lokalen Agenda begleitet. Das Ziel ist, eine bessere Akzeptanz für die Belange des Naturschutzes zu erreichen.

Regelmäßiges Monitoring gibt Auskunft über die Erfolge der ergriffenen Maßnahmen. Pflege- oder Gestaltungsmaßnahmen werden – falls notwendig – regelmäßig angepasst. Die definierten Zielarten sind nach wie vor im Gebiet anzutreffen. Die Individuenzahlen der einzelnen Arten können jährlichen Schwankungen unterliegen. Diese Schwankungen sind jedoch auch Folgen der jeweiligen Witterungsverhältnisse. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Maßnahmen des Artenschutzplans die charakteristischen Standortverhältnisse in den einzelnen Gebieten gestärkt haben.