Artenschutzprogramm Steinkautz

Stadt Gütersloh

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Steinkauzkartierung, Nisthilfen, Anwohnerinformation

Projektlaufzeit:
Jan. 1996 bis fortlaufend

Partner:
Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V., Zivildienstleistende, Grundeigentümer

Förderer:
Stadt Gütersloh, Umweltstiftung Gütersloh

Link:
www.guetersloh.de/Z3VldGVyc2xvaGQ0Y21z...

Kontakt:
Stadt Gütersloh
Fachbereich Umweltschutz
Dr. Jürgen Albrecht

Seit Beginn der dreijährlich stattfindenden kreisweiten Kartierungen im Jahr 1996 beteiligt sich das städtische Umweltamt an der Erfassung des Steinkauzes auf dem Gütersloher Stadtgebiet. Angesichts des damals kurz vor dem Erlöschen befindlichen schwachen Bestands der Art wurde in Kooperation mit der Biologischen Station ein Schutzkonzept ausgearbeitet mit den Bausteinen regelmäßige Bestandserfassung, Information der Revieranwohner und Anbringen einschl. Pflege von Niströhren in geeigneten Lebensräumen.

Im Laufe der Jahre wurden im Stadtgebiet in Abstimmung mit den Grundeigentümern überwiegend von Zivildienstleistenden und Bundesfreiwilligen über 100 Niströhren montiert, jährlich kontrolliert und die Eigentümer bzw. Bewirtschafter von besetzten Steinkauzrevieren im Gespräch und durch Broschüren bzw. Faltblätter über die Bedürfnisse der Art informiert.  Zusätzlich finden alle drei Jahre Bestandserfassungen im Rahmen der kreisweiten Wiesenvogelkartierungen statt.

Erst nach einem jahrelangen Anlauf begann die Population, sich von ihrem zeitweiligen Minimum von lediglich vier Paaren langsam auf einen Bestand von aktuell 22 besetzten Revieren (2014) zu erholen. Knapp die Hälfte der Brutpaare nutzt die angebotenen Niströhren, die andere Hälfte Brutplätze in Gebäuden. Diese Bestandserholung dürfte zum Teil klimatisch begünstigt sein, zum erheblichen Teil aber auf die Schutzbemühungen zurückgehen. Ohne diese wäre die Art im Stadtgebiet heute vielleicht schon ausgestorben.