Biotopverbund 2000

Gemeinde Sennfeld

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Biotopvernetzung, Naturerfahrung

Projektlaufzeit:
Jan. 1996 bis fortlaufend

Partner:
Agenda Arbeitskreis Landschaftsplanung und -pflege, Fremdenverkehrsamt

Förderer:
Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen

Kontakt:
Gemeinde Sennfeld
Emil Heinemann
Erster Bürgermeister

Seit dem Jahr 1994 arbeitet die Gemeinde Sennfeld an einem zusammenhängenden Biotopverbund vom Main (Landschaftsschutzgebiet "Mainauelandschaft bei Sennfeld") bis zur nachbarlichen Gemarkungsgrenze Gochsheim. Auf einer Gesamtlänge von über 5,2 Kilometer wurde es nach und nach  möglich, durch Grundstückstausch und –erwerb ein unterschiedlich breites grünes "Band der Biodiversität" vielgestaltig anzulegen.

Die in diesem Zusammenhang gepflanzten 90 hochstämmigen Laubbäume (wie bspw. Spitzahorn, Hainbuche, Elsbeere, Walnuss etc.), 105 Wildobst- und Obstbäume (wie bspw. Speierling, Wildbirne, Vogelkirsche sowie insbesondere alte Obstsorten), 60 Gehölze in Heisterform und 1260 einheimischen Wildsträucher (wie bspw. Hundsrose, Schlehe, Hartriegel, Hasel, Weißdorn oder Pfaffenhütchen) sind heute bereits landschaftsbildprägend in der Flur präsent.

Neben der Gestaltung von Mager- und Feuchtstandorten wurden auch Wiesen mit einem hohen Anteil an Kräuter- und Blütenpflanzen eingesät. Unter dem Motto "Schöpfung bewahren" entstand ein nachhaltiges, entscheidendes und lückenloses Biotop- und Grünverbundsystem zum Schutz des Naturhaushaltes und der biologischen Vielfalt.

Neu angelegte Flachwassertümpel sowie kleine Landschaftsseen als Biotopinseln sind weitere Bausteine zum Landschafts- und Klimaschutz. Aber auch drei Streuobstwiesen gliedern sich sinnvoll mit ein. Lesestein- und Todholzhaufen, Insektenhotels sowie eigens aufgestellte Greifvogelstangen schaffen und ergänzen neue Lebensräume.

Angrenzende Wanderwege bieten naturnahe Erholung und tragen zur Information und zur Akzeptanz dieses neu geschaffenen ökologischen Lebensraumes im Maintal bei. Dies ist uns besonders wichtig, da der Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt als wichtige Grundlagen für das menschliche Wohlergehen gelten.