Naturnahe Beweidung, Lichterwald

Gemeinde Kappel-Grafenhausen

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Wild, Wald, Weiden

Projektlaufzeit:
April 2014 bis fortlaufend

Partner:
Landschaftserhaltungsverband Ortenaukreis, FVA, privater Landwirt, RP Freiburg

Förderer:
Gemeinde Kappel-Grafenhausen

Kontakt:
Gemeinde Kappel-Grafenhausen
Bürgermeister Jochen Paleit

Mehr zum Thema 

In den Oberrheinauen wirkte über Jahrtausende die gestalterische Kraft von Wasser, Tier und wirtschaftendem Menschen. Sie brachte eine große Vielfalt an sich stetig verändernden Lebensräumen hervor. So zählt diese Region bis heute zu den artenreichsten Landschaften Mitteleuropas. Um dies trotz Rheinausbau und Stallhaltung zu bewahren, muss etwas getan werden.
Die Renaissance begann im Jahr 2007 mit dem Projekt "Revitalisierung Taubergießen": Die landschaftsgestaltende Kraft der Rhein-Hochwässer konnte wieder in die Rheinauen zurückgeholt werden. Alte Gewannnamen wie Sau- und Rappenkopf, Gäsnweid oder Kälberschollen zeugen davon, dass auch Weidetiere einst kraftvolle Gestalter der Rheinaue waren.
Heute nun weiden hier wieder urige Salers-Rinder und Konik-Pferde das ganze Jahr über auf rund 70 Hektar Wald und 30 Hektar Weiden. Ziel dieser Beweidung ist es, das dynamische Nebeneinander unterschiedlicher Lebensräume zu ermöglichen.
So wird auch zukünftig dank der Kraft des Wassers und der großen Weidetiere die Lebensvielfalt gefördert.
Die Wilden Weiden Taubergießen wurden bereits zur Weidelandschaft des Jahres 2019 ausgezeichnet und sind Preisträger der UN-Dekade Biologische Vielfalt.  Seit Projektbeginn erfreuen sich die Wilden Weiden über die wachsende Beliebtheit und Zuspruch.