Wasserbüffel als tierische Landschaftspfleger im Naturschutzgebiet Hornpott

Stadt Köln

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Beweidung, Wasserbüffel, Biotoppflege

Projektlaufzeit:
Mai 2019 - April 2020

Partner:
Land Nordrhein-Westfalen (vertr. d. Bezirksregierung Köln), Stadt Köln, Nabu-Naturschutzstation Leverkusen-Köln

Förderer:
Stadt Köln

Kontakt:
Stadt Köln
Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Untere Naturschutzbehörde
Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, Florian Distelrath

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Im Nordosten von Köln direkt an der Grenze zu Leverkusen liegt inmitten ausgedehnter Wälder eine bis Ende der 1970 er Jahre genutzte Kiesabgrabung. Nach Aufgabe der Nutzung entwickelten sich vielfältige feucht-nasse Lebensräume mit entsprechender Tierwelt. Die Fläche wurde daher als Naturschutzgebiet gesichert.  
Bei freier Entwicklung würden aufkommende Gehölze schnell das Grünland, die sumpfigen Flächen und die dort vorkommenden seltenen Pflanzen- und Tierarten verschwinden lassen. Die erforderliche Pflege erfolgte anfänglich durch Naturschützer*innen. Dann wurde auf eine Beweidung durch Galloway-Rinder umgestellt. Im April 2020 ist dieses Konzept erweitert worden. Um auch die von den Rindern gemiedenen Gehölze zurück- und den Sumpf offenzuhalten wurden ergänzend 2 Wasserbüffel aufgestellt. Das Konzept orientiert sich an den Wirkungen von natürlicherweise vorkommenden Großsäugern.
Bei der Umsetzung haben die Bezirksregierung Köln (für NRW), die Untere Naturschutzbehörde und die Naturschutzstation konstruktiv zusammengearbeitet.
Mit seiner einzigartigen Bedeutung für den Naturschutz und seiner Lage an der Schnittstelle der Städte Leverkusen und Köln hat das Gebiet auch eine hohe Bedeutung für die stille natur-bezogene Naherholung. Menschen unternehmen hier kurze Wanderungen und hoffen dabei einen Blick auf die Galloways und Wasserbüffel zu erlangen. Das Nebeneinander von Mensch und Natur im Hornpott kann ohne Einschränkung als beispielhaft bezeichnet werden.