Lebendige Schunter - Ein Erholungsort für Mensch und Natur

Stadt Braunschweig

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Gewässerrenaturierung, Biotopverbund, Konzentration von Kompensationsmaßnahmen

Projektlaufzeit:
Mai. 2009 bis Dez. 2015

Partner:
Stadt Braunschweig, Straßenbauverwaltung, Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e. V.

Förderer:
Stadt Braunschweig, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Bingo, Land Niedersachsen, Natur erleben, EU Fonds für regionale Entwicklung

Link:
www.braunschweig.de/leben/umwelt_natur...

Kontakt:
Stadt Braunschweig
Abteilung Umweltschutz, Naturschutzbehörde
Ulrich Kahrmann

Im Zuge des Ausbaus der Autobahn A2 gelang es der Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung durch Konzentration von Kompensationsmaßnahmen den schwerwiegenden Eingriff abzufedern und den Gewässerabschnitt der Schunter sowie die dazugehörige Aue bei Hondelage und Dibbesdorf zu renaturieren. Ziel war es, die verschiedenen Lebensräume beiderseits der Autobahn zu vernetzen, die Aue wieder zu vernässen und eine eigendynamische Gewässerentwicklung einzuleiten.

In der Aue wurde ein zusammenhängender Verbund von Wald, Grünland und Bracheflächen entwickelt. Auf einer Länge von fünf Kilometer und einer zusammenhängenden Fläche von etwa 130 Hektar entstanden Flutmulden für die Eigenentwicklung von Auwald und Feuchtwiesen, Flutrinnen von bis zu 4,5 Kilometer Länge, ein neuer Verlauf für den Sandbach, ein neuer Schunterverlauf,  ein Altarm sowie circa 60 neue Kleingewässer mit wechselnden bis dauerhaften Wasserständen.

Nach Fertigstellung ist es in der Aue wieder feuchter und strukturreicher geworden. An der Schunter haben sich Steilufer, Sandbänke, Stromschnellen und strömungsberuhigte Bereiche ausgebildet, Voraussetzung für die große Tier- und Pflanzenvielfalt, die jetzt hier anzutreffen ist. Als Nebeneffekte konnten sogar die Hochwassersicherheit für die angrenzenden Ortslagen verbessert und mit Aussichtspunkten und Wegenetz das Natur- und Landschaftserleben im Schuntertal  erhöht werden.

Broschüren: "Lebendige Schunter"; "Auf Entdeckertour an der Schunter"