Ökologische Sanierung der Zitadelle Mainz

Stadt Mainz

Kategorie:
Arten- & Biotopschutz

Schlagworte:
Arten- und Biotopschutz, Siedlungsgrün, Beteiligung

Projektlaufzeit:
Januar 206 bis Dezember 2032

Partner:
Grün- und Umweltamt Mainz, Gebäudewirtschaft Mainz, Untere Denkmalpflegebehörde Mainz, Landesdenkmalpflege der Generaldirektion Kulturelles Erbe, NABU Mainz und Umgebung e.V., Initiative Zitadelle Mainz e.V. (IZM), Landschaftsplanungsbüro Twelbeck, Landschaftsplanungsbüro Oppenberg, Beratende Ingenieure Barthel und Maus

Förderer:
Haushalt der Stadt Mainz und Fördergelder der Landesdenkmalpflege/ Denkmalfachbehörde der Generaldirektion Kulturelles Erbe

Kontakt:
Landeshauptstadt Mainz
Grün- und Umweltamt Mainz, Untere Naturschutzbehörde
Frau Sonja Gärtner

Mehr zum Thema

 
Die Zitadelle Mainz ist u. a. aufgrund ihres Mauerwerks bundesweiter Hotspot für Stechimmen (ca. 200 Arten) und aufgrund ihres z. T. urwaldartigen Gehölzbestandes wichtigster Lebensraum für Vögel im besiedelten Bereich. Zudem dient der Grünbestand der Klimaregulation und der Naherholung. Ein Teilbereich ist daher "Geschützter Landschaftsbestandteil" nach BNatSchG. Gleichzeitig ist die 1660 erbaute Zitadelle Denkmal nach DSchG und entsprechend zu erhalten und zu sanieren.

Dies stellt die Stadt vor die Herausforderung, Naturschutz und Denkmalschutz zu vereinbaren, denn viele für die Natur wichtigen Strukturen sind für die Bausubstanz schädlich, v.a. in Mauern wurzelnde Bäume und offene Fugen. Mit folgenden Schritten wird eine möglichst naturverträgliche Sanierung sichergestellt:
  1. Integratives Gesamtgutachten (Biologie, Denkmalschutz, Statik) und Verabschiedung durch den Stadtrat in 2016.
  2. Regelmäßig tagende Koordinierungsrunde aller Projektpartner.
  3. Einrichtung einer "Bauhütte" mit zwei Sanierungszuständigen im ausführenden Bereich.
  4. Erstellung umfangreicher Fachgutachten für jeden Sanierungsabschnitt.
  5. Kompensationsmaßnahmen für die Natur: Erhalt von Vegetationsstreifen zur Wiederbesiedlung, Einbau von Nisthilfen in die Mauer, ortsnahe Gehölzersatzpflanzungen auch durch Umwandlung/"Renaturierung" eines kaum genutzten Bolzplatzes, Errichtung von Trockenmauern, Ansaat von Wiesen.
  6. Ökologische Baubegleitung und Monitoring.
  7. Öffentlichkeitsarbeit.