Naturschutzgebiet "Federbachbruch" zwischen Muggensturm und Malsch

Gemeinde Muggensturm

Kategorie:
Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich

Schlagworte:
Naturschutzgebiet Federbachbruch

Projektlaufzeit:
1982 bis fortlaufend

Partner:
Regierungspräsidium Karlsruhe, Gemeinde Malsch, Gemeinde Muggensturm

Förderer:
Stiftung Naturschutzfonds

Kontakt:
Gemeinde Muggensturm
Hauptamt, Sylvia Zittel

Das 1982 ausgewiesene Naturschutzgebiet "Federbachbruch" zwischen Muggensturm und Malsch mit einer Größe von ca. 43 Hektar hat außergewöhnliche Bedeutung. Bei der Fläche handelt es sich um bedeutendes Niedermoor. Informationstafeln zu Fauna und Flora präsentieren die Geschichte, Schönheit und Artenvielfalt des Feuchtgebietes. Die Besucher erfahren so Vieles über die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Die ausgedehnten Niedermoor-Flächen gehören für Amphibien, Libellen und Vögeln zu den wertvollsten Lebensräumen am Rande der Oberrheinebene im Regierungsbezirk Karlsruhe. Damit die zahlreichen Amphibien (mitunter bis zu 10.000 Tiere) sicher vom Feuchtgebiet in die Überwinterungsgebiete gelangen können, wurde in zwei Bauphasen bis 2009 an der Landesstraße L 607 zwischen Muggensturm und Malsch eine Amphibienleiteinrichtung fertig gestellt, die auch angenommen wird. Die Qualität des Federbachbruchs selbst wurde ab Herbst 2010 verbessert. Überwuchernde Grauweiden wurden auf rund 20 Hektar Fläche entfernt und das Holz einer thermischen Verwertung zugeführt. Alte Pappeln und Totholz wurden als Lebensraum für Spechte und Holzkäfer belassen. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten konnten sich so wieder ansiedeln.