Nachhaltige Bewirtschaftung und nachhaltige Verpachtung

Stadt Bad Oeyenhausen

Kategorie:
Biologische Vielfalt in der Landwirtschaft

Schlagworte:
Nachhaltige Verpachtung, nachhaltige Bewirtschaftung, Ausgleichsflächen, Regio-Saatgut, Blumenwiese, Blühfläche, Extensivgrünland, Glyphosatverbot, Ökolandbau

Projektlaufzeit:
Förderflächen: 5 Jahre, Ausgleichsflächen: entsprechend nach Satzung

Partner:
Landwirte, Arbeitsgruppe Natur- und Umwelt, Forstbetriebe, Landschaftsbauer

Förderer:
Land, Kreis, Stadt

Kontakt:
Stadt Bad Oeynhausen
Stadtentwicklung
Josef Brinker

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Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Landschaft erfolgt in Bad Oeynhausen auf verschiedene Weise. Liegen die Flächen in einer Förderkulisse, beantragen die landwirtschaftlichen Betriebe selbstständig Fördermittel des Landes. Hierbei werden sie von der Stadt unterstützt. Flächen, die nicht in der Förderkulisse liegen, werden, sofern es sich um Ausgleichsflächen handelt, mit Ausgleichsmitteln gepflegt.  Flächen, die weder in der Förderkulisse liegen, noch Ausgleichsflächen sind, aber einen wertvollen Artenbestand aufweisen, werden direkt mit Haushaltsmitteln der Stadt gepflegt. Auf städtischen Freiflächen in der Agrarlandschaft und auf kommunalen Streuobstwiesen hat die Stadt selbst ca. 6000 m² Blumenwiesen mit Regio-Saatgut angelegt. Eine Auswahl städtischer Feldwege wird nicht oder nur sehr spät gemäht. Diese Grünlandbereiche bieten bis spät in das Jahr Rückzugsraum für verschiedenste Tierarten und auch einige Pflanzenarten profitieren von dem späten Mahdzeitpunkt, da sie aussamen und sich so im Bestand etablieren können. Durch die nachhaltige Bewirtschaftung leistet Bad Oeynhausen einen wichtigen Beitrag zur Offenhaltung der Landschaft und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der Kulturlandschaft.

In Bad Oeynhausen werden kommunale landwirtschaftliche Flächen nachhaltig verpachtet. Auf Feucht- und Nasswiesen oder Extensivwiesen ist die Teilnahme am Vertragsnaturschutzprogramm verpflichtend. Sofern dies nicht möglich ist, werden entsprechende Vorgaben davon abgeleitet, wie beispielweise ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln oder Vorgaben zur Düngung und Besatzstärke. Auch auf Streuobstwiesen wird durch einen späten Mahdzeitpunkt die biologische Vielfalt gefördert. Generell gilt für alle kommunalen Pachtverträge ein Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln. Somit werden diese Flächen auch glyphosatfrei bewirtschaftet. Darüber hinaus ist auf Ausgleichsflächen eine Bewirtschaftung nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus vorgegeben.