Schutz alter Eichen

Stadt Karlsruhe

Kategorie:
Bewusstseinsbildung und Kooperation

Schlagworte:
Natuererfahrung, Umweltbildung

Projektlaufzeit:
Jan. 2004 bis fortlaufend

Partner:
Umwelt- und Arbeitsschutz, Karlsruher Schulen

Förderer:
Stadt Karlsruhe

Link:
www.karlsruhe.de/b3/www.karlsruhe.de/b...

Kontakt:
Stadt Karlsruhe
-Umwelt- und Arbeitsschutz-

2015 feiert die junge Stadt Karlsruhe ihren 300-jährigen Geburtstag und damit den Beginn ihrer Siedlungsentwicklung in der Wärme begünstigten Rheinebene und im Eichen reichen Hardtwald. Zeugen dieses Waldes sind noch immer im Stadtbild und in den angrenzenden Wäldern in Form der alten Stiel- und Traubeneichen vorhanden. Dank der Umsicht, mit der in den vergangenen Jahrzehnten alte, auch etwas kränkelnde Eichen von Seiten des Gartenbauamtes und der Forstverwaltung betreut wurden, konnten sie als wertvolle Habitatbäume im gesamten Gebiet des Stadtkreises erhalten bleiben.

Ein bekannter Bewohner dieser Eichen ist der Heldbock (Cerambyx cerdo), der nach der Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Richtlinie Anhang II und IV geschützt ist und in das Artenschutzprogramm Baden-Württemberg aufgenommen wurde. Dennoch ist er nur eine charakteristische Tierart des Lebensraumes „Alteiche“. In Karlsruhe sind zum Beispiel in vollständig abgestorbenen, nicht mehr vom Heldbock bewohnten Eichen die sogenannten Folgearten zu finden, so zum Beispiel der Eckschildige Glanzprachtkäfer (Eurythyrea quercus).

Die Stadt Karlsruhe hat zum Ziel, Heldbockeichen stellvertretend für den Lebensraum "Alteiche" zu schützen. Möglich ist dies durch die Ausweisung von Baum-Naturdenkmalen, aber auch durch gezielten, manchmal aufwendigen Rückschnitt, der aus Verkehrssicherheitsgründen erforderlich wird. In einigen ausgewählten Fällen werden auch Stahlstützen angebracht. Begleitet werden die besonderen Maßnahmen zum Alteichenschutz durch regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel auch im Rahmen von Führungen zu den nachtaktiven und ansehnlichen Käfern.