Naturoasen auf dem Hemeraner Waldfriedhof

Stadt Hemer

Kategorie:
Arten- & Biotopschutz

Schlagworte:
Artenvielfalt, Blühstauden, Insektenvielfalt

Projektlaufzeit:
Start 2013 (fortlaufend)

Kontakt:
FD 5.2 Verkehrsplanung und Straßenbau
Frau Eva-Maria Habbel

Friedhofsverwaltung
Herr Markus Falk

Stand 16.05.2022

Aufgrund seiner Größe von etwa 11 ha und seiner Lage im Waldgebiet besitzt der größte Hemeraner Friedhof ein hohes ökologisches Potential als Lebensraum für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten. Dieses versucht die Stadt Hemer durch zahlreiche Maßnahmen zu fördern.

Bereits seit 2013 wird bei der Pflege der Friedhofswege ein umweltfreundliches Heißschaumverfahren eingesetzt und so der Gebrauch von Herbiziden gänzlich vermieden. Zur Förderung der Insektenvielfalt wurden möglichst ökologisch wertvolle oder standortgerechte Baumarten als Bestattungsbäume gepflanzt und u. a. eine Wildapfelwiese angelegt. Auch die Bepflanzung der vom Stadtbetrieb gepflegten Grabflächen und Beete wurde mit Arten wie Lavendel, Salbei oder Schafgarbe insektenfreundlich gestaltet.

Ein weiterer umgestalteter Bereich ist der 2020 angelegte Garten der Schmetterlinge. Hier wurden zeitversetzt blühende Staudenbeete angelegt, die über das gesamte Jahr Pollen und Nektar liefern. Zusätzlich wurde hier Totholz eingebracht, eine Wildblumenwiese angelegt und Vogelnistkästen, Insektenhotels und Fledermauskästen wurden installiert.

Für das Jahr 2022 sieht die Planung vor, den Waldfriedhof um zahlreiche wertvolle Strukturen zu erweitern. Unter anderem soll ein weiteres Blühstaudenbeet aus einheimischen Arten wie Lungenkraut, Beinwell und Nachtviole entstehen. Zudem sind ein etwa 40 qm großer Heidegarten, eine Trockenmauer, ein Steinwall, ein groß angelegtes Insektenrefugium und eine Magerwiese geplant.