Renaturierung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein

Stadt Riedstadt

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Renaturierung, Auenwiesen

Projektlaufzeit:
Nov. 2000 bis fortlaufend

Partner:
Stadt Riedstadt, Justus-Liebig-Universität Gießen, Land Hessen, Landwirte vor Ort

Förderer:
Bundesamt für Naturschutz (BfN) (2000-2005), Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (2007/2008), Fraport AG (2005, 2009, 2014 in Form einer Spende), Land Hessen, Stadt Riedstadt

Kontakt:
Stadt Riedstadt
Fachbereich Stadtentwicklung und Umweltplanung
Fachgruppe Umwelt
Herrn Matthias Harnisch

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Vom Jahr 2000 an bis Ende 2017 konnten 70 Hektar seltener Stromtalwiesen mit insgesamt 212 Pflanzenarten, darunter 37 der Roten Liste auf standörtlich geeigenten Flächen neu geschaffen werden. Als Ausgangsmaterial dient Mahdgut von restbeständen (circa 20 Hektar) alter Stromtalwiesen in benachbarten Naturschutzgebieten, das mittels Mahdgutübertragung auf die Renaturierungsflächen verbracht wird.

Naturschutz wird hier in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft erreicht - alle neuen Stromtalwiesen sind an Landwirte vor Ort und in der Nahregion verpachtet. Die zur langfristigen Erhaltung der seltenen Wiesen notwendige landwirtschaftliche Nutzung (Mahd, Schafsbeweidung) erfolgt in Übereinstimmung mit den Naturschutz-Zielen. Die Nachfrage durch Landwirte ist groß, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Nutzung sich auch wirtschaftlich lohnt - eine klassische Win-Win-Situation. 

Mit einer Laufzeit von nun 18 Jahren ist das Projekt auf Langfristigkeit ausgelegt. Die Stadt Riedstadt hat es nach Auslaufen der eigentlichen Projektförderung durch das BfN (bis 2005) und die DBU (2007/2008) in Eigenregie weitergeführt (unterstützt durch die Fraport AG und das Land Hessen). Seit 2009 konnten so weitere 18 Hekatar neuer Wiesen geschaffen werden.

Das Projekt wurde von Beginn an auch wissenschaftlich begleitet. Die letzte große Erfolgskontrolle erfolgt 2014. Hierzu kooperiert die Stadt Riedstadt mit mehreren Hochschulen im In- und Ausland. So wird beispielsweise ein regelmäßiger Austausch mit dem britischen Floodplain Meadows Partnership gepflegt.