Wasserbüffelbeweidung "Immenhalde"

Stadt Eislingen/Fils

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Wasserbüffel, Extensivbeweidung, Landschaftspflege

Projektlaufzeit:
2015 bis fortlaufend

Partner:
Privater Tierhalter

Kontakt:
Stadt Eislingen
Planungsamt
Abt. Grünordnung
Wolfgang Lissak

Die Stadt Eislingen ist im Eigentum von Flächen mit Obstbäumen in Hanglagen, die seit Jahren keiner regelmäßigen landwirtschaftlichen Nutzung mehr unterlagen und mit Brombeergestrüppen zuzuwachsen drohten. Da die Flächen einst traditionell als Rinderweide dienten und maschinell nicht bewirtschaftet werden können, war die Stadt auf der Suche nach einem geeigneten Tierhalter, um die Flächen durch eine Beweidung offen zu halten.

Seit 2015 werden die Flächen von einer kleinen Wasserbüffel-Herde beweidet. Die Stadt hat mit einem Nebenerwerbslandwirt einen Pachtvertrag über die Flächen abgeschlossen und stellt die Weidefläche gegen einen symbolischen Pachtzins zur Verfügung. Die Wasserbüffel sind in der Regel zwei Mal im Jahr über mehrere Wochen auf der circa 2,7 Hektar großen Fläche.

Durch das Weideverhalten der Büffel entsteht ein sehr abwechslungsreiches Vegetationsmosaik, das sowohl lichte Baumbestände, Gebüschkomplexe als auch sehr offene, kurzrasige Bereiche umfasst. Für eine Reihe von Tier- und Pflanzenarten schaffen die Büffel günstige Bedingungen, die in der "Normallandschaft" kaum noch zu finden sind. Vogelarten, wie der Neuntöter und Gartenrotschwanz, profitieren von den offenen Jagdflächen und vom hohen Angebot an Insekten.

Nicht zuletzt ist die Beweidung derartiger Flächen für die Stadt auch eine kostengünstige Alternative zur maschinellen Pflege und Offenhaltung von schwierig zu bewirtschaftenden Flächen in der Kulturlandschaft.