Biologische Vielfalt und Landwirtschaft

Das neue Bündnisprojekt mit dem Ziel, die wichtigsten Handlungsfelder von Kommunen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Bereich der Landwirtschaft aufzuzeigen, ist am 1. Oktober 2018 gestartet.

Die Landwirtschaft ist mit über 50 Prozent Flächenanteil der größte Flächennutzer in Deutschland und gilt aufgrund der Intensivierung von Ackerbau- und Grünlandwirtschaft in den letzten Jahrzehnten als Hauptverursacher für den Verlust an biologischer Vielfalt. Gleichzeitig sind viele artenreiche Lebensräume erst durch die landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Die für Deutschland typische Vielfalt an Kulturlandschaften konnte sich gerade aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung entwickeln und kann nur durch diese erhalten werden.

Kommunen orientieren ihr Handeln im Vergleich zur privaten Landwirtschaft nicht alleine an wirtschaftlichen Interessen, sondern berücksichtigen das Gemeinwohl. Die Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Bürgerinnen und Bürger von Städten, Gemeinden und Landkreisen ist die letzten Jahre vermehrt ins Bewusstsein gerückt. Kommunen besitzen umfangreiche landwirtschaftliche Flächen und daher bietet es sich an auf diesen Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft durchzuführen. Spielräume liegen dabei zum Beispiel in der Formulierung von Auflagen für Pachtverträge, in der Aufstellung und Durchsetzung von Feldwegesatzungen (bspw. zur Rückgewinnung von Wegerändern als Wildblumenwiesen), im Bereich des Vertragsnaturschutzes oder im Angebot von Förderprogrammen für biodiversitätsfördernde Maßnahmen.

Die Laufzeit, des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) finanzierten Projekts beträgt 18 Monate. In diesem Zeitraum werden in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus der kommunalen Praxis sowie bundesweit anerkannten Expertinnen und Experten praxiserprobte Handlungsempfehlungen für Kommunen entwickelt.

Die Ergebnisse werden in einer Broschüre und im Rahmen zweier Workshops präsentiert damit die erarbeiteten Empfehlungen in möglichst vielen Kommunen zur Anwendung kommen.

Gefördert durch

Kontakt:

Lena Schlotterbeck
Projektmanagerin

Tel.: 07732 999536-5
E-Mail: schlotterbeck@kommbio.de