Wegerandstreifen

Stadt Vreden

Kategorie:
Arten- und Biotopschutz

Schlagworte:
Schaffung von Linienbiotopen als Gemeinschaftsprojekt mit örtlichen Vereinen und Einrichtungen

Projektlaufzeit:
Jun. 2013 bis Dezember 2022

Partner:
Förderverein Kulturlandschaft Vreden mit örtlichem Hegering, Imkerverein, NABU, Angelsportverein, Nebenerwerbslandwirte, KAB, Gymnasium Georgianum, Heimatverein

Förderer:
Stadt Vreden und Sponsoren wie Sparkasse Westmünsterland

Kontakt:
Stadt Vreden
Fachabteilung Umwelt und Recht
Christine Grünewald-Tentrup

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Die Stadt Vreden finanziert die ökologische Aufwertung städtischer Wegerandstreifen und ist Mitglied im Förderverein Kulturlandschaft Vreden. Vereinszweck ist die Förderung und der Erhalt der natürlichen Artenvielfalt im Stadtgebiet, insbesondere die ökologische Aufwertung der städtischen Wegerandstreifen. Trozt deren enormer Bedeutung für die biologische Vielfalt wurde diese Flächen wie in vielen anderen Kommunen lange Zeit durch landwirtschaftliche Fremdnutzung beeinträchtigt.

Die Stadt Vreden hat daher bereits in den neunziger Jahren etwa 78.000 Quadratmeter und damit gut ein Drittel aller fremdgenutzten Wegerandstreifen im Außenbereich erfasst. Jetzt wurden alle städtischen Randstreifen im Außenbereich in einer digitalen Datenbank zusammengeführt, was eine fortlaufende Datenanpassung ermöglicht. Die Erfassung der Randstreifen erfolgte per Luftbild und wurde in einer Flurkarte hinterlegt. Die erfassten Flächen wurden zudem vor Ort auf eine mögliche Fremdnutzung geprüft und diese per Foto festgehalten.

Im Falle von Fremdnutzungen werden die Flächennutzer seitens der Stadt angeschrieben. Hierbei werden die erfassten Maßangaben der Fremdnutzung mitgeteilt und eine weitere Fremdnutzung untersagt. Stattdessen werden Maßnahmen für eine naturnahe Umgestaltung vorgestellt. Die verschwundenen Randstreifen können sich so wieder zu attraktiven Blühstreifen entwickeln. Auf diese Weise wurden die in den neunziger Jahren erfassten Randstreifen bereits vollständig für die Natur zurückgewonnen.

Aktuell wird zudem systematisch und in Abstimmung mit der UNB damit begonnen, weitere Wegeränder als Ausgleichsflächen zum Erhalt von Ökopunkten zu erfassen und aufzuwerten. Die Aufwertung erfolgt mit entsprechender Eingriffsbilanzierung, Plänen, Aufbau von Ökokonten und ausschließlich mit regional zertifiziertem Saatgut.