Kommuniqué zur nationalen Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) anlässlich der nationalen Vorbereitungskonferenz am 17. Juni 2021 für die 15. Weltbiodiversitätskonferenz (CBD COP 15) in Kunming

BMU, BfN und Kommunen für biologische Vielfalt rufen Städte, Kommunen und Landkreisedazu auf, die Edinburgh Erklärung zu unterzeichnen. Stärkung der Rolle von Städten, Kommunen und Landkreisen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Biodiversität bei der Entwicklung und Umsetzung eines neuen globalen Rahmens für die Biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020.

Auswirkungen der Biodiversitäts- und Klimakrise sind längst auch in deutschen Städten, Kommunen und Landkreisen zu spüren. International wird derzeit ein neuer globaler Rahmen für die biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020 erarbeitet. In diesem Prozess sollte die Perspektive von sogenannten subnationalen (lokalen und regionalen) Regierungen von Anfang an Gehör finden.

Um die Ansprüche und Interessen von Städten, Kommunen und Landkreisen sichtbar in die internationale Biodiversitätspolitik zu tragen haben verschiedene Städte- und Regionalnetzwerke wie z.B. ICLEI sowie der Europäische Ausschuss der Regionen 2019 den sogenannten Edinburgh-Prozess ins Leben gerufen. Im August 2020 wurde die Edinburgh Erklärung veröffentlicht, die seitdem von über 150 Städten und anderen „subnational governments“ weltweit unterzeichnet wurde. Anlässlich der nationalen Vorbereitungskonferenz  für die 15. Weltbiodiversitätskonferenz (CBD COP 15) in Kunming am 17. Juni 2021 haben das Bundesumweltministerium (BMU), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ (Kommbio) die Edinburgh-Erklärung gezeichnet. Diese Erklärung erkennt die angespannte Lage biologischer Vielfalt an und benennt in zehn Punkten geeignete Maßnahmen, wie Biodiversitätspolitik und biologische Vielfalt lokal gefördert werden kann. BMU, BfN und Kommbio rufen ab sofort Städte und lokale Gebietskörperschaften auf, die Edinburgh-Erklärung zu unterzeichnen.

 Ziel des Aufrufes ist es,

  • den neuen globalen Rahmen für biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020 möglichst so zu gestalten, dass subnationale Belange berücksichtigt sind,
  • eine möglichst breite Unterstützung bei der Umsetzung des neuen Biodiversitätsrahmens durch Städte, Kommunen und Landkreise zu erhalten, und
  • zugleich einen Fokus auf Stadtgrün, grün-blaue Infrastruktur und naturbasierte Lösungen im urbanen und peri-urbanen Raum zu legen.

Bereits in den ersten Entwürfen des neuen globalen Rahmens sind gute Anknüpfungspunkte für Städte und Kommunen enthalten. Es zeichnet sich ab, dass sich Regierungen und Verwaltungen der subnationalen Ebene auf gutes Zusammenwirken von globalem Rahmen und der EU-Biodiversitätsstrategie mit seinen konkreten Vorgaben und folgenden Förderprogrammen einstellen können. Auch steht als eine dringende Aufgabe nach der COP 15 eine Aktualisierung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt an, die partizipativ überarbeitet wird.

Durch möglichst zahlreiche Unterzeichnungen der Edinburgh-Erklärung wird die Rolle subnationaler Regierungen in den weiteren Verhandlungen gestärkt. Zeichnen Sie die Edinburgh-Erklärung und unterstützen damit lokale Initiativen bei der aktiven Begegnung der Biodiversitäts- und Klimakrise!

Edinburgh-Erklärung - Jetzt unterzeichnen! (PDF)

Kommuniqué (PDF)

 

Pressemitteilung des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“

Kommunen für biologische Vielfalt mit neuer Spitze!

Radolfzell, 01.12.2020: Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ setzt sich für die Erhaltung und die Schaffung von Naturräumen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ein. Auf einer erstmals online stattfindenden Mitgliederversammlung wurde mit Oberbürgermeister Gerold Rechle aus Laupheim ein neuer Vorsitzender des Vorstands gewählt.

Zum eingetragenen Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ mit Sitz in Radolfzell am Bodensee zählen inzwischen 272 Städte, Gemeinden und Landkreise. Alle Mitglieder haben eine Deklaration unterzeichnet, in der sie sich verpflichten, sich für die biologische Vielfalt in ihrer Kommune einzusetzen. Neben vielen kleinen Gemeinden sind auch zahlreiche Großstädte vertreten, in diesem Jahr kam die Bundehauptstadt Berlin dazu. 

Auf der erstmals online veranstalteten Mitgliederversammlung Ende November wurde Waltraud Blarr, Beigeordnete aus Neustadt an der Weinstraße zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Verabschiedet wurden Jörg Sibbel, Bürgermeister von Eckernförde, der die letzten beiden Jahre den Vorsitz des Vereins innehatte sowie Anja Ritschel, Umweltdezernentin aus Bielefeld und Heino Kamieth, Bereichsleiter aus Hannover, die beide seit der Gründung des Bündnisses im Vorstand vertreten waren.

Neu an die Spitze des Vereins wurde nun Oberbürgermeister Gerold Rechle von den über 100 Teilnehmenden gewählt. Sein Anliegen ist es, dass die Zahl der Mitglieder noch weiterwächst: „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Kommunen artenreicher und blütenreicher werden. Wir stärken damit nicht nur die Natur, sondern wir sorgen für eine bessere Lebensqualität in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Unsere Vision sind grüne Kommunen als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.“

Das Bündnis begann 2012 seine Arbeit mit 63 Gründungsmitgliedern. In der Amtszeit von Bürgermeister Jörg Sibbel ist die Zahl der Mitglieder massiv angestiegen. Die vielen neuen Mitglieder sind ein positives Signal für den Artenerhalt in einer Zeit, in der die Artenvielfalt vieler Pflanzen und Tiere in Deutschland stark zurückgegangen sind: Zahlreichen Vögeln fehlen die Nahrungsquellen und Lebensräumen in unserer ausgeräumten Landschaft und sterilen Gärten. Wildbienen und andere Insekten fehlen als wichtige Bestäuber für Obst und viele Gemüsesorten. Dem setzen die „Kommunen für biologische Vielfalt“ zahlreiche Maßnahmen entgegen: extensive blütenreiche Wiesen werden angelegt, Hecken gepflanzt, Gewässer renaturiert und gezielt seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt. Wichtig ist auch die Umweltbildung, damit vor allem Kinder die Natur kennen und schätzen lernen.

Vor allem in Großstädten ist auch die soziale Komponente beim Schutz der biologischen Vielfalt von hoher Bedeutung. Erfahrungen in der Natur sind wichtig für Kinder in ihrer Entwicklung und um gesund aufzuwachsen. Erwachsene nutzen ansprechende Grünräume für Bewegung und Erholung vom Alltag, am besten direkt vor der Haustür. Vielfältige Naturräume sind auch wesentlich widerstandsfähiger für die Herausforderungen des Klimawandels.

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können: www.kommbio.de. Um die Kommunen bei der Pflege der innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „StadtGrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de. Im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ konnten durch eine Bundesförderung in der letzten Woche 40 Mal 25.000 € als Preisgeld für die Umsetzung von Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur vergeben werden. Mehr dazu unter www.wettbewerb-naturstadt.de

 

Eine Liste mit allen Mitgliedern finden Sie anbei

Der neu gewählte Vorstand:

Vorsitzender: Gerold Rechle, Große Kreisstadt Laupheim, Oberbürgermeister

Stellvertretender Vorsitzende: Waltraud Blarr, Stadt Neustadt an der Weinstraße, Dezernat III, Beigeordnete

Schatzmeister: Volker Rothenburger, Stadt Frankfurt am Main, Leiter Untere Naturschutzbehörde

Schriftführer: Dr. Tillmann Stottele, Stadt Friedrichshafen, Leiter Abteilung Natur und Umwelt

Weitere Vorstandsmitglieder:

Katrin Anders, Stadt Wernigerode, Projektmanagerin im Büro des Oberbürgermeisters

Thomas Brandes, Flecken Bovenden, Bürgermeister

Ekkehard Fauth, Gemeinde Aidlingen, Bürgermeister

Sabine Lachenicht, Stadt Heidelberg, Leiterin Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie

Bernd-Ulrich Netz, Leiter der Naturschutzabteilung, Stadt Hamburg

Anette Vedder, Stadt Augsburg, Leiterin Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen mit Unterer Naturschutzbehörde

 

Für Rückfragen:

Kommunen für biologische Vielfalt
Robert Spreter, Geschäftsführer
Tel.: 07732 999536-4 | E-Mail: spreter@kommbio.de

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit,
des Bundesamtes für Naturschutz und des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“

Kommunen schaffen Artenvielfalt

Auszeichnung für 40 Städte, Gemeinden und Landkreise im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

Berlin, Bonn, Radolfzell, 25.11.2020: Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Robert Spreter, Geschäftsführer des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“, haben heute 40 Kommunen im Rahmen des Wettbewerbs „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ ausgezeichnet. Die ausgewählten Kommunen erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte. Die geplanten Maßnahmen sollen Stadtnatur und die biologische Vielfalt – insbesondere Insekten – schützen und fördern, und städtisches Grün zukunftsorientiert weiterentwickeln – für unser aller Wohl.

Bundesministerin Svenja Schulze: „Stadtnatur ist wertvoll. Sie bietet Raum für Erholung und für soziales Miteinander und ist gleichzeitig wichtiger Lebensraum für zahlreiche Insekten. Naturnahe Wiesen anlegen, Bäche renaturieren oder Nisthilfen für Insekten bauen und anbringen: Die über 300 eingereichten kreativen Projektideen zeigen, wie eine nachhaltige Entwicklung von Stadtnatur aussehen kann. 40 dieser beispielhaften Projekte fördern wir deshalb gezielt mit dem Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“.“

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz: „Städte und Gemeinden haben einen entscheidenden Einfluss darauf, dass öffentliche Grünflächen, kommunaler Wald, Weg- und Straßenränder, Gewässer und Gräben nachhaltig gepflegt und artenfreundlich bewirtschaftet werden. Die ausgezeichneten Kommunen haben nun die Chance, mit gutem Beispiel voranzugehen und andere interessierte Städte und Gemeinden an ihren Ideen und Erfahrungen teilhaben zu lassen. Je größer die Reichweite der Zukunftsprojekte, desto größer sind auch die positiven Wirkungen auf Stadtnatur und Insektenvielfalt.“

Geschäftsführer des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ Robert Spreter: „Wo wir auch hinsehen, der Lebensraum für Insekten schwindet. Wir brauchen das Engagement von Städten, Gemeinden und Landkreisen, um die Insektenvielfalt zu erhalten. Daher freue ich mich, dass sich so viele Kommunen an unserem Wettbewerb beteiligt haben. Ich gratuliere allen ausgezeichneten Kommunen und hoffe, dass auch die anderen Ideen und Projekte umgesetzt werden.“

Unter den Preisträgern sind kleine Kommunen mit bis zu 5.000 Einwohnern ebenso vertreten wie Städte mit bis zu 500.000 Einwohnern. Die ausgezeichneten Beiträge reichen von klassischen Artenschutzmaßnahmen über innovative Ideen zur Förderung von Stadtnatur bis hin zur Umgestaltung naturferner Privatgärten in insektenfreundliches Grün. Dabei integrieren sie in besonderem Maße den Schutz von Insekten und berücksichtigen zudem die Interessen der Stadtbevölkerung.

Mit ihrem Engagement zeigen die Kommunen vielfältige Ansätze, um die Ziele der im letzten Jahr beschlossenen Handlungsprogramme der Bundesregierung, dem Masterplan Stadtnatur und dem Aktionsprogramm Insektenschutz, umsetzen zu können. Dies ist ein wichtiger Beitrag, auch durch den Vorbildcharakter für andere Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Die Umsetzung aller Zukunftsprojekte erfolgt bis Ende 2022 und wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ fachlich begleitet. Ergänzend hierzu sind mehrere an Kommunen gerichtete Informationsveranstaltungen vorgesehen.

Der Wettbewerb wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Die Grußbotschaft und Informationen zu den 40 ausgezeichneten Projektideen finden sich unter www.wettbewerb-naturstadt.de

 

Weiterführende Informationen

Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen für biologische Vielfalt“
Mit dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesem Zweck wurden bundesweit Städte, Gemeinden und Landkreise dazu eingeladen, Projektideen zur Förderung von Stadtnatur und insbesondere zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich einzureichen. Besonders zur Teilnahme ermutigt wurden Kommunen, die bislang noch keine oder nur sehr wenige Projekte zum Wettbewerbsthema initiiert haben. Einsendeschluss war der 30. Juni 2020. Von einer Fachjury wurden die 40 besten Projektideen ausgewählt. Die erfolgreichen Kommunen erhalten aus Mitteln des Bundesumweltministeriums jeweils 25.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung ihrer Projektideen.

Mehr zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projektideen unter: www.wettbewerb-naturstadt.de

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: www.biologischevielfalt.de/bundesprogramm.html

Mehr zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“: www.kommbio.de

Mehr über die Arbeit des BMU im Bereich „Stadtnatur und Insektenschutz“: https://www.bmu.de/stadtnatur/

 

Kontakt

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstr. 128-130,
10117 Berlin

Leiter Pressereferat Nikolai Fichtner
Stellvertreter/innen: Bastian Zimmermann, Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg
Telefon: 030 18 305 2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstraße 110
53179 Bonn

Pressesprecherin: Ruth Birkhölzer
Stellvertreterin: Corinna Bertz
Telefon: 0228 8491 4444
E-Mail: presse@bfn.de

Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt
Fritz-Reichle-Ring 2
78315 Radolfzell am Bodensee

Projektteam: Dr. Robert Bartz, Sonja Mohr-Stockinger, Julia Andreas
Tel.: +49 7732 9995-360
E-Mail: wettbewerb-naturstadt@kommbio.de

Pressemitteilung vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt"

Die Naturschutzprojekte des Jahres 2020 kommen aus Köln und Speyer!

Radolfzell, 24.11.2020: Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ verleiht den Projekten „Ganz Köln im Spatzenfieber“ der Stadt Köln und „Lebensraum Friedhof“ der Stadt Speyer den Titel „Naturschutzprojekt des Jahres 2020“. Die beiden Kommunen erhalten jeweils einen Einkaufsgutschein der Rieger Hofmann GmbH im Wert von 1.000 €. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen des gleichnamigen Projektwettbewerbs, mit dem das Bündnis alle zwei Jahre vorbildliches Engagement seiner Mitglieder in Sachen Naturschutz honoriert. 

Durch die Corona-Pandemie halten sich viele Menschen gezwungenermaßen sehr viel mehr in ihrem nahen Wohnumfeld auf. Um so wichtiger ist es, dass es dort vielfältige Naturräume zu entdecken gibt. In ihnen können wir uns entspannen, etwas erleben, Stress und Hektik abbauen. Kurz: Abwechslungsreiche naturnahe Grünräume fördern unsere Gesundheit.

Selbst der immer noch häufig im Siedlungsbereich anzutreffende Spatz ist heute eine abnehmende Vogelart. Damit er wieder bessere Lebensbedingungen im Siedlungsbereich bekommt und um den Menschen diesen geflügelten Stadtbewohner näher zu bringen, führt die Stadt das Projekt „Ganz Köln im Spatzenfieber“ durch. Seit 2015 sorgen zahlreiche beispielhafte Aktionen dafür, die Lebensbedingungen des Sympathieträgers in der Domstadt zu verbessern. So wurden unter anderem die Schulhöfe an zehn Kölner Schulen wurden spatzengerecht gestaltet. Ein Fotowettbewerb, ein Jahreskalender, Infoflyer, eine Wanderausstellung, ein Lesebuch, eine DVD und Saatguttütchen informieren und animieren die Bürgerinnen und Bürger aktiv den Spatz im eigenen Umfeld zu schützen.

Das andere Projekt führt auf den Friedhof in Speyer. Dieser ist, wie in vielen anderen Städten auch, die größte zusammenhängende Grünfläche im Siedlungsbereich. Durch den Wandel in den Bestattungsformen insbesondere der Zuwachs der platzsparenden Urnengräber, gibt es auf vielen Friedhöfen umfangreiche Flächen ohne eindeutige Zweckbestimmung. Eine Bebauung ist in der Regel nicht möglich, daher sind diese Flächen auf einen sehr langen Zeitraum als Grünfläche gesichert.

Bei der Gestaltung muss mit Bedacht vorgegangen werden, denn ein Friedhof ist Ort für Trauer, Gedenken, Begegnung und Trost. Dies kann aber mit einer artenreichen Natur durchaus vereinbart werden.

Der Titel des Projekts in Speyer: „Lebensraum Friedhof“ versinnbildlicht das hohe ökologische Potential dieser Flächen. Die Liste der Kooperationspartner im Projekt reicht vom Imkerverein bis zur Volkshochschule. Zahlreiche Institutionen haben sich zusammen getan um den Friedhof naturnah aufzuwerten, was von den Friedhofbesuchern gelobt und anerkannt wird. So wurde beispielsweise die Mahd naturschutzfachlich angepasst. Nachsaaten sind erfolgt und ein naturnahes Staudenbeet wurde angelegt, damit der Friedhof mit reicher Artenvielfalt erblüht und die neuen Strukturen zusätzliche Lebensräume für viele Tiere und Insekten bieten.

 

Kontakt
Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“, Robert Spreter, Geschäftsführung
07732 9995-364, spreter@kommbio.de


Bilder
Die beiden Bilder können verwendet werden. Als Copyright nennen sie bitte für den Spatz: „Betina Küchenhoff“, und für das Friedhofsbild „Stadt Speyer“.

Gemeinsame Pressemitteilung von Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und Deutsche Umwelthilfe (DUH)

Stadtnatur blüht auf!

15 Städte und Gemeinden erhalten Label „StadtGrün naturnah“

Radolfzell, 30.09.2020: Heute wurden in Radolfzell die 15 Kommunen bekannt gegeben, die mit dem Label „StadtGrün naturnah“ dieses Jahr ausgezeichnet wurden. Damit wird ihr Einsatz für die biologische Vielfalt auf innerstädtischen Flächen gewürdigt: Die Städte und Gemeinden stellten ihre Grünpflege um, ließen Wiesensäume als Lebensraum für Insekten stehen oder verwandelten in Parkanlagen den Vielschnittrasen in artenreiche und naturnahe Wiesen Mit diesen Maßnahmen wird die biologische Vielfalt auf innerstädtischen Flächen geschützt, gefördert und für die Zukunft weiterentwickelt – für unser aller Wohl 

Das Label “StadtGrün naturnah“ wurde vom Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gemeinsam entwickelt. Es ist Teil des Projektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“, das von 2016 bis 2021 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird. Das Label unterstützt Kommunen bei der Umsetzung eines ökologischen Grünflächenmanagements und zeichnet vorbildliches Engagement auf kommunaler Ebene aus. Gerade in Zeiten der Pandemie wird deutlich, welchen Stellenwert Natur für uns hat. Viele Menschen wurden im eigenen Garten aktiv: Obst und Gemüse anbauen und ernten, Vögel und Insekten beobachten der Garten wird bewusster wahrgenommen und wertgeschätzt. Wer keinen Garten oder Balkon hat, der ist noch viel mehr auf die Stadtnatur mit ihren urbanen Grünflächen angewiesen. Zahlreiche Städte und Gemeinden werden sich ihrer Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt zunehmend bewusst und sind aktiv geworden.  

Die ausgezeichneten Kommunen gehen deshalb im Einsatz für die Natur kreative und innovative Wege. So blühen beispielsweise in der kleinen Gemeinde Abtsgmünd auf über 70 Flächen Wildblumen und die „wilden Flächen“ werden miteinander vernetzt. In Augsburg sind sogar die Gleisbetten der innerstädtischen Straßenbahnen begrünt und die Stadt Preetz macht sich für die Umweltbildung mit Kindern stark – damit bereits die Jüngsten den Wert der biologischen Vielfalt verstehen lernen. 

Ausgezeichnete Kommunen  

Nachdem die eingereichten Unterlagen eingehend vom Team des Projektbüros  geprüft und bewertet wurden, können sich auch dieses Jahr 15 besonders engagierte Kommunen über das Label „StadtGrün naturnah in Gold, Silber oder Bronze freuen: Abtsgmünd, Augsburg, Bad Wildungen, Darmstadt, Dreieich, Günzburg, Ilmenau, Kirchheim unter Teck, Nettetal, Peißenberg, Pirmasens, Plauen, Preetz, Sankt Augustin und Viernheim. „Bis 2021 werden wir insgesamt 49 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland labeln. Es ist großartig, wie sich manche Kommunen engagieren und wie durch das Label neue Impulse entstehen. Nicht nur die Städte selbst, sondern auch Menschen, Unternehmen und Institutionen ziehen oft mit eigenen Maßnahmen mit“, schwärmt Projektleiter Dr. Uwe Messer. „Aufgrund des großen Erfolges wird das Projekt voraussichtlich auch nach Ende der Förderung 2021 fortgeführt werden können“, freut sich Messer, „es gibt schon jede Menge Interessierte. 

 

Ergänzende Informationen 

Label „StadtGrün naturnah“  

Das Label „StadtGrün naturnah“ zeichnet vorbildliches Engagement in Sachen naturnaher Grünflächengestaltung und -pflege aus und macht dies bundesweit sichtbar. Das aktuelle Label gilt für den Zeitraum 2020 bis 2023 und kann nach drei Jahren durch eine Rezertifizierung erneuert werden. Das Labeling-Verfahren wurde im Projekt „Stadtgrün - Artenreich und Vielfältig“ gemeinsam mit den fünf Pilotstädten Frankfurt am Main, Hannover, Wernigerode, Kirchhain, Neu-Anspach und weiteren Expertinnen und Experten erarbeitet. Grundlage für die Vergabe bildet eine ausführliche Erfassung der bisherigen Aktivitäten und Leistungen der Kommune und eine darauf aufbauende Strategie zur naturnahen Grünflächengestaltung und –pflege. 

Mehr Informationen zum Label „StadtGrün naturnah“ unter: www.stadtgrün-natunah.de 

Weitere Infos zu den ausgezeichneten Kommunen unter: 

www.stadtgruen-naturnah.de/teilnehmende/ 

Bundesprogramm Biologische Vielfalt 

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken. 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: www.biologischevielfalt.de/bundesprogramm.html 

Mehr zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“:  
www.kommbio.de  

Mehr über die Arbeit der DUH im Bereich „Stadtnatur“: www.duh.de/zielgruppen/kommunen/stadtnatur/  

Kontakt: 

Dr. Uwe Messer, Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, Projektleiter 
07732 99 95 361, messer@kommbio.de
Fritz-Reichle-Ring 2, 78315 Radolfzell
 

Janos Wieland, Deutsche Umwelthilfe, Projektmanager Kommunaler Umweltschutz 
07732 99 95-921, wieland@duh.de
Bundesgeschäftsstelle Radolfzell, Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell
 

Pressemitteilung vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“

Berlin ist Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“!

Radolfzell/Berlin, 30.09.2020: Die Natur bekommt Verstärkung: Berlin tritt als größter Partner dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, bei. Der Verein setzt sich für die Erhaltung und die Schaffung von Naturräumen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ein. Mit dem Beitritt erklärt sich die Bundeshauptstadt als 259. Kommune bereit, weitere Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen.

Robert Spreter, Geschäftsführer des Bündnisses, freut sich über die Entscheidung der Berliner: „Vielfältige Naturräume sind ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Deren Erhalt und Förderung ist daher ein wichtiges Ziel der Städte und Gemeinden. Der Beitritt der Metropole Berlin stärkt unser Bündnis, um gemeinsam die biologische Vielfalt in Kommunen zu erhöhen und voranzutreiben.“

In der 2012 verfassten „Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt“ sind anspruchsvolle Ziele für eine grünere und artenreichere Stadt beschlossen worden. Deren vollumfängliche Umsetzung wird aber noch viel Anstrengung und Zeit brauchen. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ bietet nun den Anknüpfungspunkt, die Umsetzung im Diskurs mit anderen aktiven Kommunen weiterzuführen.

Der Beitritt Berlins ist ein positives Signal für den Artenerhalt in einer Zeit, in der unter anderem die Gesamtmenge und die Artenvielfalt der Insekten in Deutschland stark zurückgegangen sind: Zahlreichen Vögeln fehlen die Nahrungsquellen und Lebensräumen in unserer ausgeräumten Landschaft und sterilen Gärten. Wildbienen und andere Insekten fehlen als Bestäuber für Obst und viele Gemüsesorten.

Gerade in den dicht besiedelten Bezirken Berlins ist auch die soziale Komponente beim Schutz der biologischen Vielfalt von Bedeutung. Erfahrungen in der Natur sind wichtig für Kinder in ihrer Entwicklung und um gesund aufzuwachsen.  Erwachsene nutzen ansprechende Grünräume für Bewegung und Erholung vom Alltag, am besten direkt vor der Haustür. Vielfältige Naturräume sind auch wesentlich widerstandsfähiger für die Herausforderungen des Klimawandels.

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können: www.kommbio.de. Um die Kommunen bei der Pflege der innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „StadtGrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de. Im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ werden Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur gefördert www.wettbewerb-naturstadt.de

Für Rückfragen:

Kommunen für biologische Vielfalt
Robert Spreter, Geschäftsführer
Tel.: 07732 999536-4 | E-Mail: spreter@kommbio.de

Pressemitteilung

Vorreiter für mehr Stadtnatur:
14 Kommunen erhalten Label „StadtGrün naturnah“

Bonn/Radolfzell, 19.9.2019: 14 Kommunen aus ganz Deutschland wurden am Donnerstag in Bonn mit dem Label „Stadtgrün naturnah“ ausgezeichnet. Die Kommunen entwickeln artenreiche Wildblumenwiesen, pflanzen heimische Sträucher oder verzichten auf Pestizide und setzen sich so für mehr biologische Vielfalt auf öffentlichen Flächen ein. Die Vergabe des Labels fand im Rahmen des Fachkongresses „StadtGrün naturnah“ statt, bei dem sich rund 200 Teilnehmende aus Kommunen und Behörden über die Aktivitäten der ausgezeichneten Kommunen informierten und über Handlungsspielräume für mehr Vielfalt im kommunalen Grün austauschten.

Ein Label für mehr biologische Vielfalt

Das Label “StadtGrün naturnah“ wurde gemeinsam vom Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt, der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und fünf Pilotkommunen entwickelt. Die Auszeichnung ist Teil des Projektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“, das von 2016 bis 2021 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird.  

„Stadtgrün ist unverzichtbar“, sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. „Denn es schafft nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch gesunde und attraktive Lebensbedingungen für uns Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass sich immer mehr Kommunen für eine naturnahe Gestaltung und Aufwertung von Grünflächen stark machen. Mit dem Label ,Stadtgrün naturnah´ schafft das Projekt zusätzliche Anreize, ausgetretene Pfade zu verlassen und mehr Grün statt Grau in die Städte und Gemeinden zu bringen. Dass dies gelingt, zeigen die 14 Projekte, die wir heute auszeichnen.“

Die Städte und Gemeinden werden ihrer Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt zunehmend bewusst, was die steigenden Mitgliedszahlen im Bündnis sichtbar machen.  „Die Kommunen sind wichtige Akteure, die den von der Bundesregierung beschlossenen ,Masterplan Stadtnatur´ lokal umsetzen. Das Label ,StadtGrün naturnah´ ist daher ein wirkungsvolles Instrument, die biologische Vielfalt in den Kommunen zu fördern“, erklärte Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde.

Naturnahe Parkanlagen und kommunale Wälder, zusammenhängende Grünzüge, Baumgruppen oder gemischte Baumalleen, heimische Sträucher und Staudenpflanzungen sowie artenreiche Wiesenflächen schaffen ein attraktives und gesundes Wohnumfeld. Gleichzeitig bietet dieser Strukturreichtum wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Um dieses Potenzial zu entwickeln und biologische Vielfalt im urbanen Raum zu fördern, bedarf es einer ökologisch ausgerichteten Pflege zum Beispiel durch ökologische Mähverfahren oder den Erhalt wertvoller Totholzbiotope. Begleitet werden die Aktionen der Kommunen von einem Info- und Mitmachangebot für die Bürgerinnen und Bürger. Hinweisschilder, Baumpflanzaktionen und Grünpatenschaften fördern die Akzeptanz für mehr Natur in der Stadt. Mit diesen und weiteren überzeugenden Maßnahmen können Kommunen in dem Labelingverfahren punkten.   

Ausgezeichnete Kommunen

Nach einer Pilotphase in fünf Städten wurden nun in der ersten öffentlichen Ausschreibung 14 weitere Kommunen mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in den Kategorien Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Bad Saulgau in Baden-Württemberg, Riedstadt in Hessen sowie die Gemeinde Haar in Bayern  erhalten das Label in Gold. Auszeichnungen in Silber und Bronze gehen an die Städte Bad Langensalza, Bonn, Bremerhaven, Dortmund, Friedrichshafen, Glauchau, Hildesheim, Köln, Mittelangeln, Neustadt an der Weinstraße und Trier. Das Label gilt für den Zeitraum 2019 bis 2022 und kann nach drei Jahren durch eine Rezertifizierung erneuert werden.

„Wir sind begeistert welche Wirkung das Label vor Ort in den Kommunen entfacht. In den am Label teilnehmenden Kommunen beginnt es zu blühen und immer mehr biologische Vielfalt zieht in die Städte und Gemeinden ein“, so Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer der DUH.

 

Ergänzende Informationen

Zur Preisverleihung

Kurzportraits und je ein Foto aus den ausgezeichneten Kommunen, können Sie hier runterladen. Nach der Preiseverleihung um ca. 21 Uhr, werden Fotos der Preisverleihung an dieser Stelle eingestellt. Weitere Informationen sowie ausgewählten Maßnahmen der ausgezeichneten Kommunen stehen  am Tag der Preisverleihung ab ca. 18 Uhr hier zur Verfügung.

 

Label „StadtGrün naturnah“

Das Label „StadtGrün naturnah“ zeichnet vorbildliches Engagement in Sachen naturnaher Grünflächengestaltung und -pflege aus und macht dies bundesweit sichtbar. Der Labelvergabe liegt eine ausführliche Bestandsanalyse der bisherigen Leistungen und Zielsetzungen zugrunde, die gemeinsam mit den Pilotstädten Frankfurt am Main, Hannover, Wernigerode, Kirchhain und Neu-Anspach und sowie einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe aus Expertinnen und Experten aus dem Bereich Stadtnatur erarbeitet wurde. Entwickelt wurde das Label im Rahmen des Kooperationsprojektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ des Bündnisses und der Deutschen Umwelthilfe e.V. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Mehr Informationen zum Label „StadtGrün naturnah“ unter www.stadtgrün-natunah.de.

Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundes-programm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: www.biologischevielfalt.de/bundesprogramm.html

Mehr über die Arbeit der DUH im Bereich „Stadtnatur“: www.duh.de/zielgruppen/kommunen/stadtnatur/

 

Kontakt:

Robert Spreter, Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, Geschäftsführer
07732 99 95 36-4, spreter@kommbio.de

Markus Zipf, Deutsche Umwelthilfe
07732 99 95-65, zipf@duh.de

Gemeinsame Pressemitteilung von Stadt Andernach und Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“

200 Kommunen für biologische Vielfalt

Das als „Essbare Stadt“ bekannt gewordene Andernach tritt als 200. Mitglied dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ bei

Radolfzell/Andernach. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ setzt sich für den Schutz der Natur in Städten, Gemeinden und Landkreisen ein. Mit dem Beitritt erklärt sich Andernach als 200. Kommune bereit, Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde freut sich über das neue Mitglied: „Mit jeder weiteren Kommune wird unsere Gemeinschaft von Städten, Gemeinden und Landkreisen stärker. Die „Essbare Stadt Andernach“ ist ein wunderbares Beispiel wie vielfältige Grünflächen die Attraktivität und Lebensqualität von Städten erhöht.“

Das Bündnis macht die Aktivitäten seiner Mitglieder bundesweit bekannt und fördert den regen Austausch über die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen. Andernach hat da bereits einiges zu bieten: Mit dem erfolgreichen Projekt „Essbare Stadt“ aber auch mit der Permakultur in Andernach-Eich hat die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Perspektive gGmbH bereits gezielt die Biodiversität im Andernacher Raum gefördert. „Mit unserem Projekt erreichen wir gleich mehrere positive Effekte für Mensch und Natur“, erklärt Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten. „Wir werten mit der Anpflanzung von Obst und Gemüse Flächen auf, fördern die biologische Vielfalt und schaffen Blühräume, in denen sich Menschen und Tiere wohlfühlen“, sagt Hütten und ergänzt: „Da die Pflege der „Essbaren Stadt“ durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Perspektive gGmbh“ erfolgt – eine Gesellschaft die sich unter anderem um Wiedereingliederung vom Langzeitarbeitslosen in die Berufswelt kümmert – ist das Projekt auch sozialpolitisch wertvoll.“ 

Erfahrungen in der Natur sind wichtig für Kinder um gesund aufzuwachsen und auch Erwachsene brauchen ansprechende Naturräume für Bewegung und Erholung, am besten direkt vor der Haustür. Vielfältige Naturräume sind auch wesentlich widerstandsfähiger für die Herausforderungen des Klimawandels. Denn trotz zahlreicher Bemühungen der Bundesregierung und vieler weiterer Akteure nimmt die biologische Vielfalt in Deutschland weiter ab. So ist die Gesamtmenge und die Artenvielfalt der Insekten In Deutschlandstark zurückgegangen, damit fehlt vielen Vögeln die Nahrungsquelle. Wildbienen fehlen als Bestäuber für Obst und viele Gemüsesorten.

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können: www.kommbio.de. Um die Kommunen bei der Pflege der innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „Stadtgrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de.

Informationen zum Andernacher Projekt „Essbare Stadt“ gibt es unter www.andernach.de

 

Für Rückfragen:

Kommunen für biologische Vielfalt
Robert Spreter, Geschäftsführer
Tel.: 07732 9995364; E-Mail: spreter@kommbio.de

Stadt Andernach

Dr. Lutz Kosack
Tel.: 02632/922-180; E-Mail: lutz.kosack@andernach.de

  

Pressemitteilung

WunderWelten-Fotowettbewerb 2019 - Die Sieger stehen fest!

Der diesjährige WunderWelten-Fotowettbewerb lockte zahllose Fotografen in die Naturräume der Städte, um in der Kategorie „Artenvielfalt in der Stadt – Stadtgrün naturnah“ erfolgreich zu sein. Nun stehen die Sieger/innen fest!
 
Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ als Zusammenschluss von aktuell über 200 im Naturschutz engagierten Kommunen in Deutschland beteiligte sich als Kooperationspartner. „Mit guten Fotos kann die beste Werbung für die Bedeutung innerstädtischer Naturräume gemacht werden, deshalb fördern wir diesen Wettbewerb“, so Robert Spreter, Geschäftsführer des Bündnisses. Die Jury um Ulla Lohmann (Expeditionsfotografin), Bastian Freese (CEWE Fotokultur Marketing), Robert Spreter (Geschäftsführer ‚Kommunen für biologische Vielfalt‘) und Immanuel Schulz (Festivalleiter) wählte als Gewinnerin der Kategorie „Artenvielfalt in der Stadt“ Anja Eder mit der Fotografie: „Uhufamilie“. Im Rahmen des WunderWelten-Festivals fand am Freitag, den 1.November 2019, die  Siegerehrung des Wettbewerbs statt. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Andreas Brand. Die Stadt Friedrichshafen hat zusammen mit der Stadt Heidelberg, wo das Wunderweltenfestival im Januar 2020 zu Gast sein wird, 14 Preise für die Gewinner der Kategorie „Artenvielfalt in der Stadt – Stadtgrün naturnah“ zur Verfügung gestellt. Beide Städte zählen zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses der Kommunen für biologische Vielfalt.
 
 

Siegerfotos in der Kategorie „Artenvielfalt in der Stadt“ 

Hinweis: Die Siegerfotos dürfen nur mit Namensnennung und im Zusammenhang mit der Wettbewerbsberichterstattung verwendet werden!
 
 
 
Weitere Informationen zum Fotowettbewerb finden Sie >hier<
 
Für Rückfragen:
Kommunen für biologische Vielfalt e.V.
Robert Spreter, Geschäftsführer
Tel.: 07732 9995364 | E-Mail: spreter[at]kommbio.de