10 Jahre „Kommunen für biologische Vielfalt“

Die „Kommunen für biologische Vielfalt“ sind ein Zusammenschluss von aktuell 335 Städten, Gemeinden und Landkreisen. Gemeinsam setzen sie sich für artenreiche Naturräume im Siedlungsbereich und in der freien Landschaft ein. Das Bündnis wurde vor zehn Jahren in Frankfurt gegründet und hat gestern im Flecken Bovenden sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert.

Ziel des Vereins ist es, Landkreise, Städte und Gemeinden bundesweit dabei zu unterstützen, Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt umzusetzen. Auf der Homepage des Bündnisses findet man zahlreiche Praxisbeispiele – von der Blumenwiese im Park, über Artenschutzmaßnahmen für Insekten, Vögel und Amphibien, bis zum grünen Klassenzimmer. Die Aufgaben des kommunalen Naturschutzes sind heute sehr vielfältig, Themen wie Klimaanpassung, Gesundheitsvorsorge oder Lebensqualität sind sehr wichtig geworden. Die Verantwortlichen müssen dabei vermitteln können, warum für die Menschen auch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume bedeutsam ist.

Die Geschäftsstelle in Radolfzell hilft den Mitgliedskommunen hierbei mit fachlichen Informationen und vermittelt zudem Kontakte zu Kommunen mit einschlägigen Erfahrungen. Für den Siedlungsraum bietet „Kommbio“ das Label „StadtGrün naturnah“ an. Hierauf können sich Städte und Gemeinden bewerben, die die Pflege ihrer Grünflächen ökologisch optimieren wollen.

Die Zahl der Mitglieder hat zuletzt stark zugenommen. Allein 2021 sind 51 neue Kommunen dazu gekommen. Darüber freut sich die Vorsitzende des Vereins, Waltraud Blarr, Beigeordnete der Stadt Neustadt an der Weinstraße:

„Da das Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt in den Kommunen deutlich zugenommen hat, wurden und werden immer mehr von ihnen lokal aktiv. Um das diverse Wissen aus den Kommunen deutschlandweit bekannt zu machen, wurden zahlreiche Veranstaltungen und Wettbewerbe durchgeführt, Broschüren herausgegeben und vor allem unzählige Kontakte geknüpft und Gespräche geführt.“

Einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte ist der Wettbewerb „Naturstadt Kommunen schaffen Vielfalt“ an dem 2020 über 300 Kommunen teilnahmen. Daraus gehen 39 Zukunftsprojekte in ganz Deutschland hervor, die aktuell umgesetzt werden. Aus Mitteln des Bundesumweltministeriums, erhielt jede ausgezeichnete Kommune 25.000 € für die Projektumsetzung.

Statements der Mitglieder und Informationen zur Geschichte des Vereins finden sie hier.

Gratulationen zum Jubiläum auf unserem YouTube-Kanal in der Playlist "10 Jahre Kommunen für biologische Vielfalt"

Für Rückfragen:
Kommunen für biologische Vielfalt e.V.
Robert Spreter, Geschäftsführer
Tel.: 07732 999536-4 | E-Mail: spreter@kommbio.de

 

Gratulationen aus dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz:
„Kommunen übernehmen wichtige Aufgaben für den Naturschutz. Sie tragen dazu bei, dass Artenvielfalt und Biodiversität auch in den Städten erhalten wird und sich entwickeln kann. Hierbei werden sie seit zehn Jahren durch das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ unterstützt. Gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium sind so wichtige Initiativen entstanden wie das Label „StadtGrün naturnah“ oder jüngst der Wettbewerb „Naturstadt“ für insektenfreundliche Kommunen. Das sind zehn Jahre erfolgreicher Arbeit, in denen sich das Bündnis zu einer starken Stimme für den kommunalen Naturschutz entwickelt hat.“

Steffi Lemke, Bundesumweltministerin


"Starke Akteure und Partner wie das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ leisten einen wichtigen Beitrag, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern. Städte, Gemeinden und Landkreise haben einen entscheidenden Einfluss darauf, dass öffentliche Grünflächen, kommunaler Wald, Weg- und Straßenränder, Gewässer und Gräben nachhaltig gepflegt und artenfreundlich bewirtschaftet werden. Zugleich übernehmen sie eine Vorbildfunktion für die Bürgerinnen und Bürger. Ich gratuliere dem Bündnis zum zehnjährigen Bestehen und wünsche uns, dass die gewinnbringende Zusammenarbeit für die biologische Vielfalt weiterhin Bestand hat."

Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz

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